Aktuelles

„Wer ein neues Gelenk bekommen hat, ist nicht krank"

Chefarzt Dr. Hauger spricht bei "Ärzte im Dialog" über Arthrose in Hüfte und Knie und darüber, worauf es bei der Implantation eines Gelenkersatzes ankommt.

Wenn Dr. Matthias Hauger über sein Fachgebiet spricht, dann ist das Publikumsinteresse stets groß. Am Mittwochabend allerdings war es überwältigend, als der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) im Zuge der Reihe „Ärzte im Dialog“ über Arthrose des Hüft- und Kniegelenks sprach. Im Konferenzraum mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, um sämtlichen Zuhörenden Platz zu bieten.

Dr. Hauger hat am Klinikum das Endoprothetik-Zentrum aufgebaut und ist ein äußerst erfahrener Experte; das machte er einmal mehr in seinem Vortrag deutlich, der dem Publikum deutlich machte, wie man bei Arthrose Lebensqualität zurückgewinnt. Das ist vor allem für ältere Menschen ein Thema, da sich der Gelenkverschleiß vor allem in den höheren Jahrgängen bemerkbar macht. Über 60-Jährige sind häufig betroffen: statistisch gesehen jede zweite Frau und jeder dritte Mann.

Tatsächlich ist Arthrose die weltweit häufigste Gelenkerkrankung, von der in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen betroffen sind. Sie leiden täglich unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Dr. Hauger machte deutlich, dass neben dem fortschreitenden Alter auch Übergewicht, Fehlbelastungen und genetische Faktoren bei Arthrose-Patienten eine Rolle spielen.

Am Klinikum Tuttlingen erhalten rund 900 Patientinnen und Patienten jährlich ein Gelenkimplantat, die meisten in Hüfte oder Knie. Für das Endoprothetik-Zentrum spricht neben qualitätsgeprüften Strukturen einer zertifizierten Gesundheitseinrichtung vor allem die große Erfahrung der Hauptoperateure, die allesamt viele einschlägige OPs vorweisen können. Davon profitieren die Patienten, die ein künstliches Gelenk benötigen.

Chefarzt Dr. Hauger riet seinen Zuhörenden, zunächst konservative Therapieansätze zu verfolgen, sich bei Radfahren oder Schwimmen regelmäßige gelenkschonend zu bewegen. Auch sei ein gesundes Körpergewicht hilfreich, um den Knorpelabrieb zu verzögern. Die letzte Option, dem Schmerz zu begegnen, ist dann ein künstliches Gelenk. Dr. Hauger zeigte Bilder und Videoaufnahmen von OP-Verfahren und operierten Patienten, die verblüffender Weise schon wenige Stunden nach dem Eingriff – wenn auch an Gehstützten – wieder über den Krankenhausflur gehen können. „Fast Track“, heißt diese Methode, die der schnellen Mobilisierung dienen soll und Muskelabbau durch lange Zeiten der Inaktivität vermeidet.

Eine Knie-Totalendoprothese, kurz: TEP, ersetzt das Kniegelenk vollständig. Die Gelenkflächen werden bei der OP dabei durch künstliche Gleitflächen ersetzt: Ein Teil der Prothese bedeckt das Ende des Oberschenkelknochens, der andere Teil das Ende des Schienbeinknochens. Die Gleitflächen bestehen in der Regel aus Metall, wobei der schienbeinseitige Teil mit einer Schicht aus Polyethylen versehen ist. Die Operation dauert etwa eine Stunde. Währenddessen werden die entscheidenden Winkel immer wieder nachgemessen, damit die Prothese gut sitzt.

„Wer ein neues Gelenk bekommen hat, ist nicht krank. Er hat lediglich ein orthopädisches Problem“, relativiert Dr. Matthias Hauger. Und jenem begegnet man am besten mit Physiotherapie. Das KLT verfügt hier über eine ausgezeichnete Fachabteilung, die die frisch Operierten in den fünf oder sechs Tagen ihres Klinikaufenthalts vor einer dreiwöchigen Reha betreut. 

Aktuelle Videos

Gynäkologen setzen den Da Vinci ein

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Installation OP-Roboter Da Vinci am KLT

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Miniserie Chirurgie Teil 1

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Sentinel OP im ICG-Verfahren

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Eine starke Truppe

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Miniserie Chirurgie Teil 2

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Patientensicherheit am KLT

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Schnell wieder auf den Beinen

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Da Vinci ist nun im Einsatz

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Miniserie Chirurgie Teil 3

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Montage OP in Modulbauweise

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Einstiegsqualifizierung jetzt am KLT

By activating external content from youtube.com, you consent to transmit data to this third party.

Monitor - alles auf dem Schirm?

 

Hier können Sie die neusten Ausgaben unseres Klinikmagazins "Monitor" online lesen oder als PDF downloaden. Sie benötigen einen PDF-Reader.

Monitor 2-2026

Monitor 1-2026

Monitor 4-2025 

Monitor 3-2025

Monitor 2-2025

Monitor 1-2025

 

Veranstaltungen

Wir bieten regelmäßig Infoabende für werdende Eltern, Vorträge, Veranstaltungen für Mediziner und vieles mehr...

Zu den Veranstaltungen

Ein Arzt hält einen Vortrag für Patienten im Konferenzraum

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Ralf Trautwein

Leitung Unternehmenskommunikation

Kontakt

Unternehmenskommunikation

Tel.: 07461/97-1608

E-Mail: kommunikation@klinikum-tut.de